Was sind Vitamin D und Vitamin K?
Über Vitamin D habt ihr vielleicht schon den ein oder anderen Beitrag von mir gelesen. Es spielt eine entscheidende Rolle für den Knochenstoffwechsel und das Immunsystem. Es fördert die Calciumaufnahme im Darm und hemmt die Calciumausscheidung über die Nieren. Darüber hinaus spielt es noch bei einigen weiteren Körperfunktionen eine wichtige Rolle.
Vitamin K, insbesondere K2, ist ebenfalls an verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt. So ist es zum Beispiel ein essentieller Cofaktor bei der Bildung von Gerinnungsfaktoren in der Leber, wodurch es hilft, Blutungen zu stoppen. In Bezug auf die Knochengesundheit ist die wichtigste Aufgabe von Vitamin K die Einlagerung von Calcium in die Knochenmatrix.
Beide Vitamine spielen zudem eine wichtige Rolle für die weibliche Hormongesundheit. Vitamin D ist an der Steroidhormonsynthese beteiligt und kann die Produktion von Hormonen wie Östrogen und Progesteron beeinflussen. Vitamin K unterstützt die Durchblutung der Geschlechtsorgane und kann helfen, hormonell bedingte Beschwerden zu lindern.
Die theoretische Grundlage für eine Kombination von Vitamin D und Vitamin K
Aus theoretischer Perspektive ist die Empfehlung einer Kombination der beiden Vitamine D und K verständlich: Vitamin D und Vitamin K ergänzen sich beim Knochenaufbau. Vitamin D erhöht die Bildung von Osteocalcin, einem wichtigen Protein für die Knochengesundheit. Vitamin K ist dann notwendig, um dieses Osteocalcin zu aktivieren, was Voraussetzung dafür ist, Calcium effektiv in die Knochen einzulagern. Die Theorie hinter den Kombipräparaten ist also die, dass die Zufuhr von Vitamin D ohne Vitamin K gar nicht effektiv sei und sogar einen Mangel an Vitamin K auslösen könnte.
Für die Hormongesundheit der Frau ist diese Kombination ebenfalls interessant: Vitamin D unterstützt die Östrogenproduktion und -wirkung, während Vitamin K einen ausgleichenden Effekt auf den Zyklus haben kann. Zusammen können sie dazu beitragen, hormonelle Schwankungen abzumildern und den weiblichen Zyklus zu stabilisieren.
Was sagt die Forschung?
Die theoretische Kombination ist also nachvollziehbar, aber stimmt das auch in der Praxis?
Es gibt durchaus Studien, die auf einen positiven Effekt der Kombination der beiden Vitamine hinweisen. Sowohl Beobachtungs- als auch Interventionsstudien deuten darauf hin, dass eine Kombination von gutem Vitamin-D- und Vitamin-K-Status vorteilhaft für die Knochenmineraldichte sein und das Risiko für Knochenbrüche senken könnte. Gleichzeitig gibt es aber auch Studien, die keine signifikanten Vorteile feststellen konnten.
Bezüglich der Hormongesundheit gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass insbesondere Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Regulation des Zyklus und der Verringerung von PMS-Symptomen spielen kann. Studien zu Vitamin K in diesem Kontext sind weniger zahlreich, aber erste Ergebnisse deuten auf einen positiven Einfluss bei Menstruationsbeschwerden hin.
Allerdings wurden bislang nur relativ kleine Studien durchgeführt, während größere Untersuchungen noch fehlen, um die gefundenen Effekte zu verifizieren.1,2
Auch wenn es also (noch) keine einheitliche wissenschaftliche Leitlinie dazu gibt, kann wir annehmen, dass ein gesunder Vitamin-D-Status viele Vorteile für die Hormon- und Zyklusgesundheit hat. Die langfristigen Vorteile einer zusätzlichen Vitamin-K2-Gabe sind aktuell noch nicht abschließend bewiesen, aber erste Hinweise sprechen dafür, dass die Kombination im Hinblick auf Knochen- und Herzgesundheit vor allem in Phasen hormoneller Umstellung (z.B. Wechseljahre, starke Regelblutungen) sinnvoll sein kann.

Offizielle Empfehlungen
Von offizieller Seite gibt es in Deutschland bisher keine Empfehlungen für eine routinemäßige Kombination von Vitamin D und K. Einige Fachgesellschaften, wie die Deutsche Gesellschaft für Osteologie raten explizit davon ab Vitamin K2 zur Behandlung von Osteoporose einzusetzen. Andere empfehlen in ihren Leitlinien schlicht keine Supplementation von Vitamin K im Zusammenhang mit Osteoporose.3
Für Frauen mit speziellen Hormonstörungen oder Zyklusbeschwerden gibt es ebenso keine einheitlichen Empfehlungen zur kombinierten Einnahme. Einige Gynäkologen empfehlen jedoch mittlerweile Vitamin-D-Präparate bei bestimmten hormonellen Dysbalancen, besonders bei PCOS und starken PMS-Symptomen.
In anderen Ländern gibt es jedoch bereits offizielle Empfehlungen, wie etwa in Japan, wo Vitamin K routinemäßig bei Osteoporose eingesetzt wird.2
Vorsicht ist trotzdem angesagt!
Ganz wichtig: Kein Supplement „heilt“ ein hormonelles Ungleichgewicht allein. Basis für natürliche Hormonbalance bleibt ein gesunder, entspannter Lebensstil: abwechslungsreiche Ernährung, Sonnenlicht, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung. Bei der gezielten Ergänzung – gerade bei Vitamin K – ist auch Vorsicht geboten, insbesondere, wenn du Gerinnungshemmer einnimmst oder Medikamente nutzt, die den Vitamin-K-Stoffwechsel beeinflussen. Lass dich im Zweifel immer ärztlich beraten!4
Fazit
Vitamin D und K2 sind als Duo für viele Frauen eine überlegenswerte Ergänzung – aber eben immer nur im Rahmen eines gesunden, alltagsnahen Lebensstils.
Bisher sind die positiven Effekte von Vitamin K Präparaten zwar noch im Stadium von Hypothesen und nicht ausreichend belegt, um offizielle Empfehlungen abzuleiten. Für Frauen mit hormonellen Ungleichgewichten oder starken Menstruationsbeschwerden könnte die Kombination allerdings durchaus interessant sein. Generell solltest du vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bestenfalls Rücksprache mit deinem Arzt/ deiner Ärztin halten und dich ggf. zunächst auf Mängel untersuchen lassen.
Nahrungsergänzung ist nicht gleich Nahrungsergänzung: Achte immer auf die Herkunft entsprechender Produkte und auf gute Qualität.
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Quellen:
- https://www.orthoknowledge.eu/artikel/vitamin-d-und-vitamin-k2
- https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-092018/vielseitiger-als-angenommen/
- https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/183-001
- https://www.verbraucherzentrale.de/faq/projekt-klartext-nem/kombination-vitamin-d-und-vitamin-k2-39144
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