Zyklusbeschwerden gehören für viele Frauen zum Alltag – PMS, Krämpfe, Stimmungsschwankungen oder unregelmäßige Zyklen können ganz schön herausfordernd sein. Viele greifen intuitiv zur Natur – zu Pflanzen, die seit Jahrhunderten eine Rolle in der Frauenheilkunde spielen. Dieses Wissen beruht auf Erfahrung, nur ein Teil der Wirkung von Pflanzen ist bisher wissenschaftlich erforscht. Es gibt daher nie die EINE Heilpflanze, die bei ALLEN gleich wirkt. Vielmehr geht es darum für sich selbst die richtige Pflanze und Wirkung zu finden.
Wichtig: Ich bin keine Ärztin – dieser Beitrag dient rein der Information und Inspiration. Ich darf und will keine Diagnosen stellen oder individuelle Behandlungen empfehlen. Wenn du Beschwerden hast, hol dir unbedingt medizinischen Rat.
Aber: Wenn du dich selbst informieren möchtest, findest du hier 10 Pflanzen, die traditionell in der Frauenheilkunde genutzt werden – vielleicht ist etwas dabei, das du spannend findest und eventuell für dich ausprobieren möchtest.

1. Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Frauenmantel ist eine der bekanntesten Pflanzen in der Frauenheilkunde. Er wird traditionell zur Stärkung der Gebärmutter und bei Zyklusunregelmäßigkeiten verwendet. Viele Frauen trinken ihn in der zweiten Zyklushälfte als Tee – vor allem bei PMS oder schmerzhafter Menstruation. Kombiniert wird er häufig mit Schafgarbe oder Melisse.
👉 Wichtig: Frauenmantel kann ausgleichend wirken, aber nicht bei jedem Zyklusmuster ist er sinnvoll – z. B. bei sehr kurzen Lutealphasen oder Hormonmangel sollte genauer hingeschaut werden.
2. Schafgarbe (Achillea millefolium)
Schafgarbe gilt als „Bauchpflanze“. Ihr wird eine entkrampfende, durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt. Sie kommt klassisch bei Menstruationsbeschwerden zum Einsatz – innerlich als Tee oder äußerlich als Sitzbad.
👉 In Kombination mit Frauenmantel entsteht oft eine sehr ausgleichende Teemischung.

3. Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)
Mönchspfeffer ist eine starke Pflanze, die oft bei Zyklusunregelmäßigkeiten, PMS oder auch im Kinderwunsch-Kontext genannt wird. In der Erfahrungsheilkunde wird er zur Unterstützung der Gelbkörperphase eingesetzt.
⚠️ Achtung: Er wirkt hauptsächlich über die Senkung des Prolaktinspiegels. Das bedeutet: Nur sinnvoll, wenn Prolaktin erhöht ist – das kann z. B. bei Gelbkörperschwäche der Fall sein. Bei anderen hormonellen Ursachen (z. B. Östrogendominanz ohne Prolaktinerhöhung) kann er sogar kontraproduktiv wirken.
Deshalb: Bitte nicht „auf Verdacht“ einnehmen – am besten nach Hormonstatus und Rücksprache mit einer Fachperson.
4. Melisse (Melissa officinalis)
Melisse ist sanft, beruhigend und nervenstärkend. Sie wird oft bei innerer Unruhe, Schlafproblemen oder Stimmungsschwankungen rund um die Periode eingesetzt. Als Tee am Abend wirkt sie entspannend – viele Frauen schätzen das besonders in der PMS-Zeit.
👉 Besonders in Kombination mit Lavendel oder Passionsblume kann sie emotional ausgleichend wirken – gerade bei stressbedingten Zyklussymptomen.
5. Himbeerblätter (Rubus idaeus)
Traditionell wird Himbeerblatttee in der ersten Zyklushälfte genutzt – oft zur Stärkung der Gebärmuttermuskulatur und „Tonisierung“ des Uterus.
👉 Besonders beliebt bei Kinderwunsch oder unregelmäßigen Zyklen – aber: Nicht geeignet bei sehr starker oder schmerzhafter Menstruation (kann kontrahierend wirken!).

6. Lavendel (Lavandula angustifolia)
Lavendel hat eher indirekte Wirkungen auf den Zyklus, wird aber häufig zur emotionalen Balance eingesetzt – besonders bei PMS, Schlafproblemen oder Reizbarkeit. Ob als Tee, Duftöl oder Bad – Lavendel kann ein kleines Ritual für mehr Ruhe und Selbstfürsorge sein.
7. Kamille (Matricaria chamomilla)
Einfach, aber bewährt. Kamille wirkt mild entzündungshemmend und ist ein echter Klassiker bei krampfartigen Beschwerden – sanft, gut verträglich und vielseitig einsetzbar. Bei Regelschmerzen wird sie oft in Kombination mit Wärmeanwendungen oder als Tee genutzt. Auch für Bauchmassagen mit Kamillenöl gibt es traditionelles Wissen.
8. Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)
Weniger bekannt, aber in der traditionellen Frauenheilkunde sehr geschätzt. Gänsefingerkraut wird traditionell bei sehr starken Krämpfen verwendet – vor allem in der Menstruation. Es wirkt muskelentspannend auf die glatte Muskulatur und wird oft in Kombination mit Kamille oder Schafgarbe eingesetzt.
👉 Nicht für den Dauergebrauch gedacht – eher als gezielte Hilfe bei akuten Beschwerden.

9. Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Johanniskraut ist bekannt für seine stimmungsaufhellende Wirkung und wird manchmal in der PMS-Phase genutzt, wenn depressive Verstimmungen oder Antriebslosigkeit auftreten.
⚠️ Achtung: Es kann Wechselwirkungen mit Medikamenten geben (z.B. die Pille oder Antidepressiva)– deshalb bitte nur gezielt und mit Wissen anwenden.
10. Brennnessel (Urtica dioica)
Stoffwechselaktivierend, eisenreich, entwässernd – die Brennnessel wird gerne in der zweiten Zyklushälfte oder bei PMS mit Wassereinlagerungen eingesetzt.
👉 Viele schätzen sie auch als „Kraftpflanze“ nach der Menstruation, um den Körper zu stärken und zu remineralisieren.
Noch ein Gedanke zum Schluss:
Heilpflanzen wirken nicht wie Schmerztabletten – ihre Kraft entfaltet sich fein, langsam und oft im Zusammenspiel mit anderen Ebenen: Ernährung, Stressmanagement, Schlaf, Bewegung.
Ganzheitliche Begleitung heißt auch: Nicht nur das richtige Kraut finden, sondern den ganzen Menschen sehen.
Mein Tipp:
Viele Frauen nutzen diese Pflanzen nicht isoliert, sondern als sanfte Begleiter im Alltag – z. B. in Form von Teemischungen oder Ritualen in den einzelnen Zyklusphasen. Wichtig ist immer, gut auf dich zu hören und dich nicht zu überfordern. Weniger ist oft mehr.
Wenn dich das Thema interessiert, dann schau dir gern E-Book an – da geht’s zwar nicht um Pflanzen, aber um ernährungsbasierte Zyklus-Balance:
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Hast du schon Erfahrungen mit Heilpflanzen gemacht? Oder Fragen zu deinem Zyklus? Dann schreib mir oder teile es in den Kommentaren – ich freu mich auf den Austausch!
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